Analverkehr aktiv

Für Analverkehr gibt es umgangssprachlich auch verschiedene andere Begriffe wie bspw. Analerotik, Griechisch, Buggery, Pedicatio oder Butt fucking. Abgekürzt wird Analverkehr in der Regel mit AV. Zudem wird Analverkehr meistens im Zusammenhang mit den Worten "aktiv" oder "passiv" verwendet. Wie auch bei vielen anderen Sexualpraktiken bedeutet "aktiv", dass derjenige Sexualpartner aktiv den Penis anal anstatt vaginal einführt. Die Region um den Anus ist eine erogene, feinnervige Zone, die extrem lustempfindlich reagieren kann. Aus Gründen der Empfängnisverhütung oder eine Entjungferung verhindernd ist Analverkehr ein gängiges Mittel, insbesondere in asiatischen Kulturen wie bspw. Indien. Viele unserer Mädchen bieten hier im Flat 99 in Hamburg Analverkehr an, teils aktiv, teils passiv.Unter Analverkehr oder Analkoitus (von lateinisch anus „After“) – auch Analsex oder antiquiert euph. Poliebe[ genannt – versteht man das Einführen des erigierten männlichen Penis in den Anus des Sexualpartners.Analverkehr wird sowohl zwischen hetero- als auch homosexuellen Partnern praktiziert. Für beide Partner kann der Analverkehr lustvoll sein, auch Frauen können durch Analverkehr zum Orgasmus kommen.[Gegenüber dem Vaginalverkehr erfordert der Analverkehr unter Umständen vorbereitende Maßnahmen und ein behutsameres Vorgehen.In vielen Kulturkreisen wurde der Analverkehr religionsbedingt lange tabuisiert. In den letzten Jahren hat Analverkehr jedoch, insbesondere unter jüngeren, heterosexuellen Frauen und Männern, eine zunehmende Verbreitung gefunden. Laut Schätzungen haben etwa 50 % der heterosexuellen Paare in Deutschland bereits Erfahrungen mit Analverkehr gemacht,während der prozentuale Anteil der Paare, die Analverkehr regelmäßig ausüben, erheblich geringer ist.[8] Den Statistiken zufolge hat die Anzahl der Personen, die Analverkehr praktizieren, im Vergleich zu früheren Jahren zugenommen.[9] Ob dieser Zunahme eine reale Erhöhung oder eine durch Enttabuisierung des Analverkehrs bedingte offenere Auskunftsbereitschaft zugrunde liegt, ist allerdings unklar[10] (siehe: Gesellschaftliche Verbreitung).PrinzipDer Afterbereich ist bei Personen beider Geschlechter eine sexuell stimulierbare erogene Zone, die mit vielen Nervenenden ausgestattet ist. Beim Mann führt passiver Analverkehr zusätzlich zur Reizung der sexuell empfindlichen Prostata, die einen Orgasmus auslösen kann.[11] Bei der Frau können durch Analverkehr auch der sogenannte A-Punkt und das Scheidengewebe stimuliert werden. Für den aktiven Partner bedeutet der Analverkehr aufgrund der engeren und potenziell muskulöseren Körperöffnung eine intensivere Stimulation gegenüber dem Vaginalverkehr.Als aktiv wird beim Analverkehr diejenige Person bezeichnet, die ihren Penis einführt (insertiver Analverkehr), als passiv, auch anorezeptiv, diejenige, bei der der Penis eingeführt wird (rezeptiver Analverkehr). Die Praktik setzt für viele Personen ein höheres Maß an Vertrauen voraus, wird andererseits jedoch oft auch als entsprechend intimer empfunden. Aktiver Analverkehr gehört aus genannten Gründen für viele Männer zu den lustvollsten Sexualpraktiken. Passiver Analverkehr wird in vielen Fällen beim ersten Mal als unangenehm, jedoch mit wiederholter Übung zunehmend als lustvoll empfunden.Stellungen Analverkehr in der A-tergo-StellungDie Position sollte so gewählt werden, dass auch der passive, also empfangende Partner Kontrolle ausübt. Das heißt, er sollte Tiefe und Rhythmus der Penetration mitbestimmen können oder sogar vorgeben.[13]Übliche Stellungen sind die Reiterstellung, wo der Empfangende die meiste Kontrolle hat, und die A-tergo-Stellung. Ebenso die Löffelchenstellung, welche den Vorteil bietet, dass die Muskeln hierbei besonders entspannt  Schmerzvermeidung und LustgewinnBei behutsamem, langsamem Eindringen sowie Nutzung von Gleitmittel ist Analverkehr meistens schmerzfrei. Der Anus ist aufgrund zahlreicher Nervenenden eine erogene Zone, die anale Stimulation wird daher oftmals lustvoll erlebt. Nervenenden finden sich rund um den äußeren Schließmuskel, aber auch der innere Teil sowie der Enddarm können durch Druck und Bewegung stimuliert werden. Unter Umständen ist ein Orgasmus durch rein anale Stimulation möglich: Für Männer geschieht dies durch Stimulation der Prostata, für Frauen durch Anspannung der Beckenbodenmuskulatur.[17] Viele Menschen können durch passiven Analverkehr allein jedoch nicht zum Orgasmus kommen, das heißt, sie benötigen zusätzliche genitale Stimulation zum Erreichen des Höhepunktes. Viele Frauen erleben Analverkehr in Kombination mit zusätzlicher, manueller Stimulation als besonders lustvoll.[18][4] In einer großangelegten Erhebung zum Sexualverhalten (National Survey of Sexual Health and Behavior) zeigte sich, dass dabei mehr Frauen einen Orgasmus erlangen als bei jeder anderen Form sexueller Stimulation.[19]Eine Studie kommt zum Ergebnis, dass bei den passiven Sexualpartnern „nur etwa 24 % Männer einen gewissen Schmerz verspüren“, wobei dies auch von der Erwartungshaltung abhängen könnte, bei der „Schmerz als unvermeidbar und als Hervorhebung der Bedeutung des Ereignisses“ betrachtet wird.[20]Hygiene und VerhütungMitunter existieren Bedenken bezüglich der Hygiene, welche sich meistens auf im Enddarm befindliche Fäkalreste beziehen. Die Angst, während des Verkehrs mit Kot in Kontakt zu kommen, ist jedoch größtenteils unbegründet.[21] Nach der Defäkation verbleibt kaum Stuhl im Enddarm, Anus und Enddarm stellen lediglich Durchgangskanäle dar und sind somit nur unmittelbar vor und während der Defäkation mit Kot in Kontakt.[22]Abwechselnd praktizierter Vaginal- und Analverkehr sollte stets mit einem Kondomwechsel kombiniert oder aber der Penis vor dem Wechsel abgewaschen werden, da ansonsten Keime aus dem Enddarm in die Vagina eingebracht werden und Entzündungen auslösen können.[23]Insbesondere in Kulturen, in denen auf die Jungfräulichkeit der Frau bei der Eheschließung großer Wert gelegt wird, ist der Analverkehr eine gelegentlich praktizierte Alternative zu vorehelichem vaginalen Geschlechtsverkehr, durch die das Risiko einer Schwangerschaft vermindert und der Verlust des Jungfernhäutchens vermieden werden soll. Die Annahme, dass sich durch Analverkehr eine Schwangerschaft sicher vermeiden lasse, ist jedoch falsch. Auch beim Analverkehr kann Sperma in die Scheide gelangen und zu einer Empfängnis führen.Vorbereitung Ein Butt Plug kann vor dem Verkehr die Analmuskulatur entspannen.[24]Als Vorspiel vor dem Analverkehr kann der Anus mit den Fingern oder der Zunge stimuliert werden. Sollte das Eindringen des Penis vom passiven Partner als schmerzhaft empfunden werden oder mit einem unangenehmen Gefühl einhergehen, so ist zuvor die Benutzung eines Butt Plugs zu empfehlen. Dabei handelt es sich um ein kegelförmiges Objekt, das vor dem Analverkehr durch den passiven Partner getragen werden kann. Durch die damit erreichte Vordehnung kann eine Entspannung des Anusmuskels erreicht oder gefördert werden. Seine Form verhindert zudem ein Hineinrutschen sowie selbstständiges Herausrutschen aus dem Anus.[24] Butt Plugs können für kürzere, aber auch für längere Zeiträume unabhängig vom Geschlechtsverkehr getragen werden.[25] Vor dem Verkehr kann eine Analspülung durchgeführt werden. Damit können ggfs. noch vorhandene unverdaute Speisereste, die aufgrund ihrer Beschaffenheit zur Verletzung der Schleimhäute und somit zu rektalen Blutungen führen können, wie beispielsweise relativ scharfkantige Stückchen von Nüssen, oder verzehrten Fruchtstängeln, aus dem Rektum entfernt werden. Des Weiteren dämmt eine Analspülung die Möglichkeit des Austritts von Fäkalien während der Penetration ein.Risiken, Safer Sex und HIVWie auch bei anderen Sexualpraktiken besteht bei ungeschütztem Verkehr das Risiko, sich mit einer sexuell übertragbaren Erkrankung anzustecken, insbesondere mit HIVHepatitis B oder Hepatitis C. Beim Verkehr mit Personen mit unklarem HIV-Status sollte deshalb ein Kondom verwendet werden; eine erhöhte Sicherheit können spezielle, extra-stabile Präservative bieten, die eine höhere Elastizität und eine dickere Wandstärke aufweisen. Die Verwendung vonGleitmitteln reduziert das prinzipielle Verletzungsrisiko erheblich. Jedoch sollte ein Gleitmittel auf Wasser- oder Silikon-Basis verwendet werden, da fetthaltige Gleitmittel das Kondom-Material angreifen und daher ungeeignet sind. DasHumanen Papillomvirus (HPV) steht im Verdacht, eine der Ursache des Analkarzinoms zu sein.[ Hierbei gilt Analverkehr ohne Kondome als risikobehafteter, da die Gefahr von Mikroverletztungen höher eingestuft wird als bei anderen Sexualpraktiken.[ Dadurch kann eine sekundäre Proktitis (Entzündung des Mastdarms) verursacht werden. Durch Analverkehr bedingte Analfissuren sind ein relevantes Risiko. Häufig wird behauptet, dass Analverkehr zu einem Ausleiern des Schließmuskels führen kann. Bezüglich des Ruhetonus, der Grundspannung des Analkanals, wurde nach einer Studie eine Herabminderung der Spannung verzeichnet. Einige Mediziner vermuten, dass die Herabsetzung des Ruhetonus bei den an der Studie teilnehmenden Probanden durch ein bewusstes Erlernen der Entspannung des Schließmuskels bedingt ist.[35]Eine neue Studie der Universität von Alabama hat Belege für einen Zusammenhang zwischen Analsex und Stuhlinkontinenz gefunden.[36] Einige Mediziner vermuten, dass Analverkehr zu einer Erhöhung des Risikos für einen Rektumprolaps beitragen kann. Studien hierzu gibt es ebenfalls nicht. 

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